Bonner Verein für Jugendförderung e.V.
05.07.2017

Deutsch Israelischer Fachkräfteaustausch Oktober 2016


Im Rahmen einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem Bonner Verein für Jugendförderung e.V. und dem Verein Amuta Olim ve Omdim (Israel/Haifa) fand in der Zeit vom 16 bis 22. Oktober 2016 in Israel der deutsch-israelische Fachkräfteaustausch im Bereich der Sozialarbeit mit jugendlichen Migranten und Migrantinnen statt.

Basierend auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit nahmen an diesem internationalen Projekt fünf deutsche Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen aus dem Bereich Jugendhilfe und Suchtprävention, sowie ein Mitarbeiter des Polizeipräsidiums der Stadt Bonn teil.

Es war schon das zweite Treffen mit den Kollegen aus Israel. Im Mai 2015 besuchten die israelischen Fachkräfte die Stadt Bonn und nach dem erfolgreichen Programmablauf, haben sie die deutsche Delegation zum fachlichen Erfahrungsaustausch nach Haifa eingeladen.

Die Fachkräftebegegnung wurde durch das Koordinierungszentrum des deutsch-israelischen Jugendaustausches (Con Act) unterstützt und aus öffentlichen Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP), sowie des Landschaftsverbandes Rheinland gefördert. Die Kostenträgerschaft hat der Bonner Verein für Jugendförderung e.V. übernommen.

Während des Aufenthalts der deutschen Delegation beim Kooperationspartner haben die Jugendfachkräfte aus Bonn die Möglichkeit gehabt, vor Ort die Struktur und die Arbeit des Vereins Amuta Olim ve Omdim kennenzulernen. Die Gäste aus Bonn besuchten in verschiedenen Städten wie Tel-Aviv, Haifa und Kirijat mehrere soziale Einrichtungen (Ressource-Häuser), die der Verein Amuta Olim ve Omdim für die jungen Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, errichtet hat.

In einer alten Hafenstadt Akko konnte die Bonner Fachgruppe, unter der Begleitung israelischer Kollegen, die Streetwork-Arbeit kennenlernen.

Da das Thema Nationalsozialismus ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit der deutschen und israelischen Jugend ist, besuchten die Fachkräfte aus Bonn die Gedenkstätte Yad Vashem in Tel Aviv und ein örtliches Museum im Norden Israels, das den Holocaustopfern und dem jüdischen Widerstand gewidmet ist.

In den verbleibenden Tagen ermöglichten die Kooperationspartner und auch andere Institutionen und Verbände den deutschen Kollegen das israelische System der Jugendhilfe näher kennenzulernen und in Kontakt mit israelischen Jugendlichen zu kommen, die überwiegend aus den ehemaligen GUS Staaten stammen.

Der deutsch-israelische Fachkräfteaustausch 2016 war für alle Beteiligten ein Erfolgsprojekt, welches neue Impulse und Motivation, für eine nachhaltige und intensive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der sozialpädagogischen Tätigkeit mit den jugendlichen Migranten und Migranteninnen in Bonn und Israel gesetzt hat.

Eine besondere Relevanz bekamen dabei die für das Jahr 2017/2018 geplante deutsch-israelischen Jugendbegegnungen.




Fabian Ewert Design