Bonner Verein für Jugendförderung e.V.
16.07.2017

Fachkräfteaustausch zum Thema: Präventionsarbeit für benachteiligte junge Menschen


Fachkräfteaustausch zum Thema 

 

Präventionsarbeit für benachteiligte junge Menschen

 

Vom 19. Bis zum 25. Februar 2017 hat eine zehn köpfige Delegation der Fachkräfte der Jugendhilfe und Jugendarbeit aus Twer und Moskau Bonn besucht.

Ziel der Maßnahme war es, den Teilnehmer/-innen die Jugendarbeit und das Jugendhilfesystem in Bonn vorzustellen. Ein weiteres Ziel war, sich mit dem Konzept der jeweiligen Einrichtung und sozialpädagogischen bzw. sozialarbeiterischen Arbeitsmethoden vertraut zu machen.

Das Programm sah Besuche der entsprechenden Einrichtungen vor. Deren Inhalt waren Fachvorträge zum entsprechenden Schwerpunkt sowie eine praktische und didaktische Einleitung. Es wurden fachliche Leitlinien, Rahmenbedingungen und rechtliche Grundlagen im Sachgebiet vermittelt. Ebenfalls wurde ein entsprechendes Konzept der Arbeit der jeweiligen Einrichtung näher erörtert. Bemerkenswert war das Gespräch über die eigene Haltung und die Psychohygiene des Sozialarbeiters/ der Sozialarbeiterin. Die russischen Fachkräfte waren fasziniert, wie engagiert die deutschen Sozialarbeiter/-innen über ihren den Adressatinnen und Adressaten berichteten. Die russischen Kolleginnen und Kollegen fanden den Erfahrungsaustausch sehr wichtig und haben für den nächsten Austausch vorgeschlagen eine Supervision zu bestimmten Fachthemen zu organisieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt in den Gesprächen war die politische Meinung in Deutschland in Bezug auf Russland. Die russischen Fachkräfte finden es sehr wichtig, jungen Leuten positive Aspekte einer deutsch russischen Beziehung zu vermitteln. Politik sollte dabei keinen negativen Druck auf zwischenmenschliche Beziehungen ausüben.

Die russischen Kollegen waren sehr erfreut über die deutsche Herzlichkeit und Offenheit. Des Weiteren äußerte die Delegation ihr Interesse einige Modelle der Präventionsarbeit in ihrer Arbeit mit Jugendlichen einzubinden.

Nach einer sehr produktiven und lehrreichen Woche, haben Teilnehmer der russischen Delegation einige Arbeitsmaterialien wie beispielsweise Safety-Taschen vom Bonner Event ’Sprinter’ nach Hause mitgenommen. Diese beinhalteten Kärtchen zu bestimmten Rauschgiften Die russischen Kolleginnen und Kollegen wünschen sich, dass man eventuell Hospitationen in bestimmten Einrichtungen durchführen könne. Das Prinzip der eigenen Haltung und die Psychohygiene ist eine sehr wichtige Voraussetzung für eine gelungene Arbeit. Die Fachkräfte resümieren aus dem Austausch, dass die Hospitationen und gemeinsame Supervisionen enorm wichtig sind. Für eine qualitativ bessere Gestaltung des Jugendaustausches wird überlegt, einige gemeinsame Fortbildungen zu besuchen, wie z.B. eine Jugendarbeit in einem Niedrigseilgarten, welche die Fachstelle für Suchtprävention- Kinder-, Jugend und Elternberatung Update in Bonn anbietet.

Die Auswertung der Woche ergab, dass für die Zukunft ein Gegenbesuch geplant wird, dabei wurde vorgeschlagen eine einwöchige Hospitation durchzuführen. Zusätzlich wurden wichtigsten Punkte des Fachkräfteaustausches angesprochen. Vorschläge und Anregungen für die weitere Zusammenarbeit auf diesem Gebiet wurden ebenfalls erörtert. Nach der Ankunft in Russland haben die Fachkräfte einen runden Tisch in ihrer Einrichtung organisiert und den Kollegen über ihre Erfahrung, das neu erlangte Wissen und Umsetzung der Konzepte für die Zukunft berichtet.




Fabian Ewert Design